Sommerbiathlon:

 

Sommerbiathlon - Der neue Sport im Schützenwesen           von Karsten Krökel und Peter Kostrewa

Sommerbiathlon ist ein internationaler Wettkampfsport mit der Kombination von Geländelaufen und Gewehrschießen. Geschossen wird mit Sportwaffen, die mit 5-Schußmagazinen geladen werden. Je nach den örtlichen Gegebenheiten sind die Strecken zwischen 2km und 8km lang und es sind zwei oder vier Schießen von je 5 Schuß zu absolvieren. Schüler, Jugendliche und Damen laufen kürzere Distanzen. Auch wird bei den jüngsten zweimal im Liegendanschlag oder stehend aufgelegt geschossen. Beim Luftgewehrschießen sind die Ziele im Liegendanschalg 15mm und im Stehendanschalg 31mm groß. Für jeden Fehlschuß ist eine Strafrunde zu laufen. Beim Staffelwettbewerb starten drei Teilnehmer pro Mannschaft. Es muß je einmal im Liegend- und Stenedanschlag geschossen werden, wobei je Schießeinlage bei Bedarf dreimal ein Schuß nachgeladen werden darf.

Der Sommerbiathlon ist eigentlich nicht neu, vielerorts nannte man es Laufbiathlon oder Biathlon ohne Ski. der Sommerbiathlonsport wurde im deutschen Schützenwesen neu organisiert und 1998 fand in Oberhof der erste Deutschland-Cup statt. Daran beteiligten sich rund 400 Sportler und Sportlerinnen und die ersten sechs Herren durften die deutschen Farben bei den 3. Weltmeisterschaften im slowakischen Oserbly vertreten. Ein Jahr später gab es die ersten Deutschen Meisterschaften in Clausthal-Zellerfeld mit dem Kleinkalibergewehr. Im Jahre 2000 kamen zusätzlich die Wettkämpfe mit den Luftgewehr dazu. Bei den Wettbewerben um den deutschland-Cup und den einzelnen offenen Landesmeisterschaften kann jeder mit den besten Sommerbiathleten Deutschlands am Start stehen.

Regelwerk des DSB (Regel 8 der SpO) (externer Link)

Biathlon im KSV Gifhorn
Im Kreisschützenverband Gifhorn gibt es seit 1985 in Isenbüttel jährlich im Februar eine Biathlonveranstaltung ohne Ski. Hierbei ist eine Strecke von 4,2km zu laufen und es muss zweimal stehend und einmal liegnd geschossen werden. Bei der Premiere starteten damals zehn Vierermannschaftenaus der Samtgemeinde Papenteich, der Samtgemeinde Isenbüttel und aus Gifhorn. In den letzten Jahren wurde der Wettlampf in Isenbüttel auf 40 Mannschaften limitiert. Bei den Ortschaften hat sich der Radius der teilnehmenden Mannschaften ebenfalls vergrößert. Zusätzliche Teilnehmer kommen aus Celle, Peine, Wolfsburg, Bad Pyrmont und Gardelegen. Durch den Schießstandumbau setzte diese Veranstaltung allerdings in den Jahren 2007, 2008 und 2009 aus.

Seit 2002 gibt es in Gifhorn auf dem Schützenplatz den Gifhorn-Cup. Der Wettkampf um die Mühlenpokale findet in den Sommermonaten statt und hat sich zu Ziel gesetzt, Freizeitathleten und Amateuren vom Ablauf und Umfeld her eine den Landesmeisterschaften ähnliche Athmosphäre zu bieten. Das Regelwerk orientiert sich hierbei an den Vorgaben für die Deutschland-Cup Serie. Zwischenzeitlich wurde dieser Wettkampf auch in die Landes-Trophywertung des NSSV aufgenommen und erfreut sich einem Teilnehmerfeld von Berlin bis Osnabrück bzw. Kiel bis Kassel. Für Kinder die noch nicht mit dem Luftgewehr schiessen dürfen, findet ein Kinderlauf analog dem Gifhorn-Cup statt, allerdings mit dem ANSCHÜTZ-Power-Biathlon. Als ein Klassenloser, spannender Abschluß hat sich bei dieser Veranstaltung das abschliessende Staffelduell herausgestellt. Die extrem kurze Laufstrecke ist für jeden gleichermassen zu schaffen, aber der jeweils eine Schuß im Schießstand ist dann immer wieder eine Herausforderung an dem auch Etablierte ihr Problem haben. Die Folgen sind dann das weitere Kreisen der Staffel.

Weitergehende Informationen kann man auch auf den Web-Seiten des BSC-Isenbüttel, USK-Gifhorn oder NSSV (www.somerbiathlon.net) erfahren.